Kinobesuch „Der junge Karl Marx“

Gemeinsamer Besuch des Kinofilms „Der junge Karl Marx“ – ein biographischer Film über die jungen, wilden, revolutionären Jahre von Karl Marx

„Vor dem Kommunistischen Manifest kamen Sauftouren durch Paris“ (Süddeutsche Zeitung)

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=zc0OTOJC00A

1844. Der 26-jährige Karl Marx lebt notorisch verschuldet und von Existenzängsten geplagt mit seiner Frau Jenny im Pariser Exil. Als er den kaum jüngeren Friedrich Engels kennenlernt, verachtet er den Sohn eines Fabrikbesitzers zunächst als Dandy. Doch Engels hat gerade auf der Basis eigener Erlebnisse seine Studie über die Verelendung des englischen Proletariats publiziert und längst begonnen, sich von seiner Klasse zu entfernen. Sie werden Freunde, inspirieren sich als Gleich­gesinnte und verfassen Schriften, mit denen sie der unvermeidlich erscheinenden Revolution einen theoretischen Überbau geben wollen. Ihr Anspruch ist es, die Welt nicht mehr nur zu interpretieren, sondern sie grundlegend zu verändern. Der Widerstand konservativer Kräfte und die internen Machtkämpfe innerhalb der Linken spornen sie dabei nur an.

Eintrittspreis im Leo: 7-8 Euro
Treffpunkt: 19:30 Uhr Leokino

Infos: Facebook oder kritischeuni.innsbruck@gmail.com

Aktuelle Debatten der Kapitalismuskritik

Selbstverwaltetes Seminar
Dass sich das Ende der Welt einfacher vorzustellen ist als das Ende des Kapitalismus ist mittlerweile zum geflügelten Wort geworden. Doch gerade diese Phantasie brauchen Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen gleichermaßen, wenn es darum geht, das gegenwärtig herrschende Wirtschaftssystem einer grundlegenden Kritik zu unterziehen – zwecks besserem Verständnis, Meinungsbildung und der immer aktuellen Frage nach Alternativen. Im Seminar sollen deshalb folgende Themenkomplexe zur Debatte gestellt werden:

  • Was ist Kapitalismus, was seine Kritik?
  • Wie hat er sich historisch entwickelt?
  • Welche Auswirkungen hat er auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt?
  • Wie sehen die Alternativen aus?

Dieses Seminar wurde von Studierenden initiiert und wird von allen Teilnehmer_innen gemeinsam gestaltet. ECTS-Punkte gibt’s keine, dafür aber Selbstbestimmung und Raum für kritisches Denken in einer lockeren Atmosphäre. Das Seminar steht allen Interessierten offen. Eine Inskription ist nicht nötig.

Zeit: dienstags, 17-18:30 Uhr
Beginn: 14. März 2017
Ort: SR 40620, Geiwi 6. Stock

Universität Innsbruck – Mitbestimmung der Studierenden immer weiter eingeschränkt.

Die Mitbestimmung und Mitgestaltung der Studierenden an der Leopold Franzens Universität Innsbruck wird immer weiter eingeschränkt. So gibt es in der gegenwärtigen universitären Realität, die vom passiven Auswendiglernen und sturem ECTS-Punkte Sammeln bestimmt ist, kaum mehr Möglichkeiten für Student_innen, sich selbstständig, emanzipatorisch und kritisch mit Wissen innerhalb von Universität auseinanderzusetzen. Die ursprüngliche Aufgabe der Universität, kritische Wissenschaft zu betreiben und die bestehenden verfestigten Strukturen, Systeme und Hierarchien zu hinterfragen, sichtbar zu machen und neu zu gestalten, ist dadurch gefährdet. Mittlerweile sind alle Errungenschaften, der letzten Student_innenbewegung, wieder zunichte gemacht worden. Universität Innsbruck – Mitbestimmung der Studierenden immer weiter eingeschränkt. weiterlesen

Vortrag “Ökonomie der Verschuldung – Privatisierung und Universität”

Sehr geehrte, liebe Studierende,
wir würden Sie gerne zu einer besonderen Veranstaltung einladen, die im Rahmen unseres Euregio-Mobility-Projektes “The Debt Complex” und unserer gleichnamigen Ringvorlesung stattfinden wird.

Am Dienstag, 21. Juni 2016 wird Maurizio Lazzarato (Paris) einen Vortrag mit dem Titel “Ökonomie der Verschuldung – Privatisierung und Universität” halten. Beginn ist 18 Uhr c.t. in der Aula.

Maurizio Lazzarato ist Soziologe und Philosoph. Er lebt und arbeitet in Paris, wo er zu immaterieller Arbeit, neoliberaler Schuldenökonomie, kognitivem Kapitalismus und „postsozialistischen“ Bewegungen forscht. Zuletzt sind seine Essays La fabrique de l’homme endetté : Essai sur la condition néolibérale (2011; dt. Die Fabrik des verschuldeten Menschen: Ein Essay über das neoliberale Leben) und Gouverner par la dette (2014; engl. Governing by Debt) erschienen. Gemeinsam mit der Gruppe Knobotic Research entwickelte er für die Biennale in Venedig das Projekt „IO_dencies / Immaterielle Arbeit“, mit Angela Melitopoulos produziert er Videoinstallationen. Zuletzt beschäftigte sich Maurizio Lazzarato mit verschiedenen Ausformungen der prekären Arbeit.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.