Welcome Plenum am 29. Mai

Liebe enagierte, kritische, kreative, hinterfragende Menschen,

falls es euch auch deprimiert, dass Institute nur mehr die
allernötigsten Lehrveranstaltungen anbieten, deren Themen sich nur am
„Mainstream“ orientieren und kein Platz mehr für kritische, kreative
und interaktive Lehrveranstaltungen bleibt, und wenn ihr etwas dagegen
tun wollt, dann wären wir höchst erfreut, euch bei der Kritischen Uni
begrüßen zu dürfen.

Beste Gelegenheit dazu wäre unser *Welcome Plenum* am *29. Mai*, bei dem
wir gemeinsam das nächste Semester planen wollen.

Die Kritische Uni ist eine von #unibrennt ins Leben gerufene Initiative,
wo Studierende selbst nach eigenen Interessen und Prioritäten kritische
Lehrveranstaltungen (in Form vom Vorträgen, Vorlesungen, Seminaren,
Workshops, etc.) organisieren, und für die es schlussendlich auch Noten,
Scheine und ECTS gibt. Dazu brauchen wir engagierte Menschen, Ideen,
Austausch, sprich wir brauchen euch!

Wir freuen, erwarten und grüßen,
das Kritische Uni-Team

*Kritische Uni – Welcome Plenum – 29. Mai, 20:00 – im geiwimax
(Studiraum an der Geiwi, gleich neben dem alten Haupteingang)*

www.kritischeuni.at – kritischeuni@sowimax.at

Gastvortrag M. Markard: „Wie emanzipatorisch kann/sollte Psychologie sein?“

„Wie emanzipatorisch kann/sollte Psychologie sein?“
Ansätze der Kritischen Psychologie

Prof. Dr. Morus Markard

(Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der FU Berlin,
Arbeitsbereich Subjektforschung und Kritische Psychologie)

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang G. Weber

Donnerstag 03. Mai, 18.00 Uhr
Hörsaal 5
Innrain 52, Hörsaaltrakt

Institut für Psychologie sowie Fachgebiet Angewandte Psychologie in Zusammenarbeit mit der Kritischen Uni.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

LVs der Kritischen Uni im SS 2012

(Zeiten und Orte im LV-Verzeichnis der Universität Innsbruck. Nicht-Studierende sind auch ohne vorige Anmeldung über LFU:online willkommen.)

Seminar “Politisches Theater performen!”

Nicolas Dabelstein (Autor & Regisseur, Innsbruck)

Zum Vortragenden:
2002 Gründung und Leitung der freien Theatergruppe „theater turbine“ in Wien.
2000-2006 Regiearbeiten in der Arena, Volkstheater, dieTheater Künstlerhaus, Schauspielhaus und Theater Drachengasse in Wien.
Seit 2006 freier Autor und Regisseur u.a. für den ORF, 3Sat, Arte, Dokumentarfilmmacher, zuletzt 2009 „Wer hat Angst vor Wilhelm Reich?“, Drehbuchautor.
Seit 2009 Lehrer für szenischen und künstlerischen Unterricht an der Schauspielschule Innsbruck, Regiearbeiten in Innsbruck u.a. am Tiroler Landestheater, Tiroler Dramatikerfestival und bei „theater trifft“.

Inhalt:
Im Workshop “Politisches Theater performen!” werden wir uns mit der Theorie und Praxis der Geschichte des deutschsprachigen politischen Theaters von Erwin Piscator bis Rene Pollesch auseinandersetzen. Das Ziel dieser Lehrveranstaltung ist jedoch dies nicht nur geisteswissenschaftlich-intellektuell, sondern auch kreativ-sinnlich zu tun und beide Aspekte zu vereinen. Das heißt, dass sich die Studierenden von den recherchierten Themata zu theoretischen Vorträgen einerseits und dann in weiterer Folge zu künstlerischen Performances inspirieren lassen. Diese werden unter der Anleitung des LV-Leiters zu einer einzigen Abschlussperformance verschmolzen, die am Ende des Semesters an der Universität aufgeführt werden soll.

Seminar “”Schönheit fördert das Wachstum von Humanität” (Friedrich Schiller) – Vom Nutzen der Schönheit”

Petra Kofler (Innsbruck)

Inhalt:
Schönheit und Nützlichkeit – ein Widerspruch? Ist es überhaupt sinnvoll, sich in Zeiten einer Wirtschaftskrise mit dem Thema Schönheit auseinanderzusetzen und dann auch noch nach dem Nutzen von Schönheit zu fragen? In einer Zeit, wo die Ratio stark überbewertet wird, die Aufgaben stark zweckgewidmet sind und sich alles rechnen und schließlich evaluieren lassen muss? Schönheit lässt sich nicht evaluieren, liegt sie doch meist im Auge des Betrachters/der Betrachterin. Zudem erfordert sie Zeit und Muße mit dem Ergebnis, emotional zu berühren. Worin liegt das Geheimnis von Schönheit? Ist Schönheit reine Geschmacksache? Ist sie überhaupt notwendig und nicht unnötiger Luxus?
In diesem Seminar wollen wir uns dem Geheimnis Schönheit annähern, und zwar dem Schönen in der Natur, in der Kunst und dem Schönheitshandeln – “sich schön machen” – von Frauen und Männern im Hinblick auf Nutzen und Einfluss in unserer Gesellschaft.

Seminar “Konzepte und Forschungsergebnisse der Kritischen Psychologie”

Sabine Gamper und Sebastian Roth (Innsbruck)

Inhalt:
Das Seminar soll Raum zur aktiven Auseinandersetzung mit Denkweise und Grundbegriffen der Kritischen Psychologie (im Sinne Holzkamps) geben. Die Kritische Psychologie entwickelte sich ausgehend von der Wissenschaftskritik der StudentenInnnenbewegung zu einer Gesellschafts- und Psychologiekritik im weitesten Sinne. Sie distanziert sich beispielsweise von der experimentellen psychologischen Forschung und entwickelt einen alternativen methodischen und wissenstheoretischen Ansatz. Der Mensch wird in der Kritischen Psychologie nicht als isoliertes Individuum betrachtet, sondern in seiner gesamtgesellschaftlichen Verwobenheit. Es geht darum Menschen (im Forschungsprozess) nicht wie Objekte zu behandeln, die durch Umwelt- und genetische Faktoren determiniert sind. Stattdessen werden Menschen als begründet handelnde Subjekte gesehen – als MitforscherInnen – die in der Lage sind, sich ihrer Umwelt nicht nur anzupassen, sondern diese zu verändern.

Seminar “kritisches Gewebe knoten”

Judith Klemenc (Innsbruck)

Inhalt:
Wir werden uns nicht nur mit der Frage: „Was ist Kritik?“  auseinandersetzen, sondern uns vor allem der Frage als politisches, soziales und personales Subjekt stellen. Wir werden uns ihr aussetzen, uns darin dezentrieren, verschieben, so dass Variationen von Subjektfigurationen mehrwertige Handlungsperspektiven eröffnen. Wir werden kreative und partizipative Entfaltungen spinnen und ein kritisches Gewebe knoten, so dass sich mannigfaltige Bewegungsmöglichkeiten in vielseitigen Richtungen eröffnen. Wir werden Stränge der Prozesserhaltung und Prozessumformung verweben um so in einer vielleicht auch reflexiven Anerkennung des Anderen als Andere von uns ein kritisches Gewebe mit einer Solidarität verknoten, die in Prozessen der Desubjektivierung zu kritischen Handlungsweisen ermutigen.

Seminar “Politische Philosophietheorien”

Tilo Schabert (München)

(entfällt leider)

Seminar “Sozialer Widerstand. Die Kulturen von sozialen Bewegungen.”

Sandra Schildhauer, Andrea Umhauer

Inhalt:
Innerhalb des Seminars werden verschiedene Aspekte sozialen Widerstands analysiert und diskutiert. In Augenschein genommen werden die gesellschaftliche Verortung bestimmter Bewegungen, ihre Formen und Inhalte ebenso wie ihre Bedeutung für eine kritische Gesellschaftstheorie.
Verschiedene Formen politischer Repression und gesetzlicher Verschärfungen bringen Menschen auf die Straße, um sich für die Ziele einer politischen Zivilgesellschaft einzusetzen und gegebene Machtverhältnisse zu verschieben. Protestformen in Entstehung und Entwicklung, wie etwa ihre politische Vereinnahmung und Militarisierung, werden ins Blickfeld gerückt. Anhand von Beispielen werden auf theoretischer Ebene die Möglichkeiten sozialen Widerstands als kritische Praxis der Negativität durchleuchtet. Themenschwerpunkte sind die politische Einordnung der #unibrennt Bewegung in Österreich, eine kritische Diskussion über Basisdemokratie und gruppendynamische Prozesse und eine Analyse des Einsatzes verschiedener Kommunikationskanäle innerhalb der Bewegung. Des Weiteren lassen sich anhand der Tierrechtsprozesse die Kriminalisierung von Protest und die staatliche Repression gegenüber politischen Aktivist*innen aufzeigen. Als dritter thematischer Block wird die Bedeutung des zapatistischen Aufstands in Mexiko als Teil eines weltweiten Strebens nach Verschiebung von Machtverhältnissen hinzugezogen.
Interessenschwerpunkt können während des Semesters festgelegt, ergänzt etc. werden.


Vortrag “Vorratsdatenspeicherung – Notwendiges Ermittlungswerkzeug oder Symptom eines repressiven Staates?”

Clemens Lassnig
Donnerstag 19.4., 19:00 in Geiwi HS 2

Inhalt:
Mit 1. April 2012 wird Österreich die Vorratsdatenspeicherung einführen und man implementiert damit eine sehr umstrittene Methode mit dem Ziel der Gefahrenprävention. Von ihren BefürworterInnen wird sie als unumgänglich bezeichnet, KritikerInnen hingegen sehen darin eine Verletzung der Grundrechte und einen Schritt zum Überwachungsstaat. Der Vortrag soll allen Interessierten einen Überblick über die verschiedenen Aspekte dieses Themas geben, das einerseits medial unterrepräsentiert aber andererseits in Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre von äußerster Wichtigkeit ist.

Viel Spaß mit dem Angebot der Kritischen Uni im SS 2012!

Auftaktvortrag Kritische Uni 2012: Der Drogenkrieg in Mexiko

Mit einem spannenden Thema wird das Programm der Kritischen Uni 2012 eröffnet.

“Der Drogenkrieg in Mexiko”
Vortrag von Malcolm Beith (USA/Mexiko)
Dienstag 31.1.2012 um 19 Uhr im HS 7 Geiwi, Universität Innsbruck
PDF-Flyer

Alle sonstigen Veranstaltungen der Kritischen Uni sind im LV-Verzeichnis der Uni Innsbruck zu finden.

Planung Kritische Uni 2012

Im SS 2012 wird die Kritische Uni mit neuem Team wieder voll durchstarten. Das neue LV-Verzeichnis und alle Infos werdet ihr bald online finden.

Ent-/Demokratisierung an den österr. Unis

Mitbestimmung fand sich in einigen Bildungskonzeptionen noch als zentraler Faktor (vgl. Klafki), seit 2002 wird diesbezüglich fleißig Abbau betrieben. Dies betrifft studentische Beteiligung an Entscheidungsprozessen an den Universitäten in Österreich, aber auch MitarbeiterInnen des Mittelbau und den Senat als einzig demokratisch gewähltes Gremium innerhalb der Institution.

Die Tendenz geht hin zu autokratischen Entscheidungen eines durch das zu 3 Siebteln vom Ministerium besetzten Universitätsrat kontrollierten Rektorats.

Eine Gegenüberstellung der Mitbestimmungsstrukturen des UOG1993 und des UG2002 hat Prof. Wolfgang Weber freundlicherweise erstellt – mit dem Gedanken der Auseinandersetzung, der Weiterverbreitung und möglicher Veränderung!

UOG93_vs_UG2002_URÄG_2009_DEMOKRATIEABBAU

!Exkursion nach Myanmar!

Liebe Studierende,

im Oktober 2010 findet unter der LV-Leitung von Prof. Dr. Jörg Becker eine 2-wöchige Exkursion nach Myanmar statt. Wenn Ihr Interesse habt, informiert Euch hier: exkursion_myanmar_infopaket_v2 [Achtung, die Infos wurden am 26.Juli2010 überarbeitet!!].

Anmeldeschluss: 1. Sept. 2010
Anmeldung unter: joerg.becker [at] komtech.org
TeilnehmerInnenbegrenzung: 20 TN

Die Exkursion läuft im Rahmen der kritischen Universität, leider stellt die Uni keine Gelder für Studierende und LV-Leiter zur Verfügung.

LVen im WiSe 2010/11

Wir sind dabei, das Programm fürs neue Semester zusammen zu stellen. Um Verteilungsungerechtigkeiten und Doppelungen zu vermeiden, halten wir es künftig schlanker und thematisch etwas enger geführt. Trotzdem wird es sicher wieder interessantes zu finden geben!

Wenn wirs nicht ändern können, findet Ihr es wieder unter Administrative und sonstige Einheiten.

Bis alles online ist, wirds aber wohl noch ein Weilchen dauern..

Mitschnitte Ringvorlesung

Die meisten Vorträge der Ringvorlesung <Kritik und Universität?> werden mitgeschnitten – die Links zu den mp3-Dateien findest Du als Kommentar unter dem jeweiligen Abstract des Vortrages [zum Programm].

Vielleicht finden wir da noch eine elegantere Lösung – einstweilen sollte das hoffentlich reichen.