Vortrag “Ökonomie der Verschuldung – Privatisierung und Universität”

Sehr geehrte, liebe Studierende,
wir würden Sie gerne zu einer besonderen Veranstaltung einladen, die im Rahmen unseres Euregio-Mobility-Projektes “The Debt Complex” und unserer gleichnamigen Ringvorlesung stattfinden wird.

Am Dienstag, 21. Juni 2016 wird Maurizio Lazzarato (Paris) einen Vortrag mit dem Titel “Ökonomie der Verschuldung – Privatisierung und Universität” halten. Beginn ist 18 Uhr c.t. in der Aula.

Maurizio Lazzarato ist Soziologe und Philosoph. Er lebt und arbeitet in Paris, wo er zu immaterieller Arbeit, neoliberaler Schuldenökonomie, kognitivem Kapitalismus und „postsozialistischen“ Bewegungen forscht. Zuletzt sind seine Essays La fabrique de l’homme endetté : Essai sur la condition néolibérale (2011; dt. Die Fabrik des verschuldeten Menschen: Ein Essay über das neoliberale Leben) und Gouverner par la dette (2014; engl. Governing by Debt) erschienen. Gemeinsam mit der Gruppe Knobotic Research entwickelte er für die Biennale in Venedig das Projekt „IO_dencies / Immaterielle Arbeit“, mit Angela Melitopoulos produziert er Videoinstallationen. Zuletzt beschäftigte sich Maurizio Lazzarato mit verschiedenen Ausformungen der prekären Arbeit.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

Vortrag & Diskussion: KRIEGSGEBIET – Unterdrückung und Revolution in Kurdistan

mit Gamze Eren vom Demokratischen Gesellschaftszentrum der Kurd_innen Innsbruck.

Am 16. März 2016 um 19:00 Uhr im HS3 GeiWi Innsbruck (Innrain 52)

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Die Kurd_innen drohen oft in ihrer Geschichte in Vergessenheit zu geraten – sobald sie ins Rampenlicht treten, liegt stets Unheil über den kurdischen Gebieten – so wie heute, könnte eins meinen.
Die Befreiung der umkämpften Stadt Kobanê an der türkisch-syrische Grenze begleitet die Entwicklung eines autonomen, basisdemokratischen, geschlechtergerechten und ökologischen Gesellschaftskonzepts in Teilen Kurdistans. Die kurdische Befreiungsbewegung bietet ein Modell jenseits von Islamismus, Terror und Staat – den demokratischen Konföderalismus.
Jegliche Forderungen nach mehr Selbstbestimmung werden jedoch im Keim erstickt, die Ausgangssperren in den kurdischen Städten der Türkei, die Belagerung mit etlichen Panzern sowie Soldat_innen und die brutale Vorgehensweise der türkischen Sicherheitskräfte forderten bis heute mindestens 224 Zivilist_innen das Leben, darunter auch Kleinkinder. Seit den Neuwahlen in der Türkei am 1. November 2015, die dem Machterhalt der AKP und Erdogan dienten, macht sich aufgrund der kriegerischen Politik eine Art Pogromstimmung unter der türkischen Mehrheitsbevölkerung breit und schürt nationalistische Reflexe. So spielt sich das Leben der Kurd_innen zwischen Unterdrückung und Revolution ab.

LVs der kritischen Uni im SoSe 2016

Gemeinschaft, Land(raub) und Widerstand gegen den Kapitalismus

Stefanie Knoll

Lernergebnis:
Ziel der Lehrveranstaltung ist die Diskussion der Frage wie sich Gemeinschaft im Rahmen der kapitalistischen Gesellschaft zeigt. Dabei wird konkretisiert, inwieweit der Kapitalismus erst durch die Zerstörung unterschiedlicher Gemeinschaftsformen sowie den Raub von Land entstehen konnte. In Wechselwirkung zu diesem kapitalistischen Voranschreiten werden verschiedene Formen des Widerstandes, die ihrerseits für die Beibehaltung gemeinschaftlicher Formen eintreten, vom Mittelalter bis heute betrachtet und in der Lehrveranstaltung mit Bezug zur Gegenwart und Tirol diskutiert.

Inhalt:
Das wöchentlich stattfindende Seminar wird sich zuerst theoretisch mit dem Begriff Gemeinschaft beschäftigen, wie sich dieser im Laufe des Kapitalismus verändert hat, und wird dann historisch verschiedene Gemeinschaften kennenlernen und diskutieren, die sich seit dem Aufkommen des Kapitalismus kritisch dagegen organisiert haben. Dabei werden in erster Linie progressive soziale Bewegungen betrachtet und deren Kämpfe um Land, wie etwa die Aufstände in England gegen den Verlust der Almende der Landbevölkerung, der Widerstand der Arbeiter_innen gegen die Machinisierung der Arbeit, die Pariser Kommune von 1871, die Spanische Revolution von 1936, die 68er Bewegungen, sowie die neue sozialen Bewegungen von den Zapatistas zur Antiglobalisierungsbewegung bis zu Occupy und aktuelle Gegenkulturen wie guerilla gardening.

Nach einer theoretischen Einführung in den ersten Lehrveranstaltungen, werden die darauffolgenden Themen von den Studierenden gewählt. Darüber kann in der ersten Einheit abgestimmt werden.

Emanzipationstheater

Theorin Julian Oess
Anisa Lucia Schlichtling

Lernergebnis:
Das Ziel der Lehrveranstaltung ist die Entwicklung und Umsetzung eines gesellschaftskritischen Theaterstücks.
Neben der Auseinandersetzung mit dramaturgischen Grundlagen sowie theoretischen Grundlagen der kritischen Theorie, sollen im Rahmen dieses Prozesses neue Perspektiven und Handlungsräume in Bezug auf ein gesellschaftspolitisches Thema ergründet und szenisch erprobt werden. Ziel ist es, Widersprüche innerhalb der Gesellschaft anhand eigener Erfahrungen, sowie der Lektüre ausgewählter Texte zu erforschen und in Szenen darzustellen. Durch die szenische Umsetzung wird ein Raum geschaffen, in dem sich die AkteurInnen auf küntlerisch-spielerische Weise auch mit ihrere eigenen Position kritisch auseinadersetzen können und so alternative Möglichkeiten des Spielens und Handelns erschließen können.

Inhalt:
In Anlehnung an Augusto Boals Theater der Unterdrückten nutzen wir das Theaterspiel als Mittel der Emanzipation und Befreiung. Auf Basis der theoretischen Auseinandersetzung mit kritischen Theorien zu Machtverhältnissen, Beschleunigung und Entfremdung, Sexualität, Spontanität, Flexibilität und Identität werden wir fiktive Rollen und Theaterszenen entwerfen. Im Laufe der Drehbuchentwicklung und Inszenierung wollen wir versuchen spielerisch neue Handlungsräume zu ergründen, welche die konflikthaften Wirkungsdynamiken durchbrechen. Im Rahmen dieses angeleiteten Prozesses werden SeminarteilnehmerInnen sich sowohl mit kritischen Texten beschäftigen, als auch ein eigenes Drehbuch schreiben sowie eigene Rollen inszenieren und spielen, so dass am Ende ein kurzes Theaterstück oder eine kritische Performance entsteht. Es werden keine Kenntnisse vorausgesetzt, lediglich die Bereitschaft sich auf den kreativen Prozess einzulassen.

Vortrag: POPULISMUS?

Zur Kritik eines Begriffs – und was trotzdem zu tun ist

Freitag, 29. Jänner 2016
20 Uhr
HS 2 GeiWi Innrain 52 6020 Innsbruck

Strache und Le Pen, aber auch Chavéz und Lafontaine – der Begriff des Populismus muss herhalten, um die unterschiedlichsten Phänomene zu fassen. Auch die Populismusforschung stellt verschiedenste sachliche, geographische und historische Bezüge her. Gleichzeitig berühren die diversen „Theorien des Populismus“ zentrale Fragen von Politik, Demokratie und Macht.

Der Terminus scheint sich einer zufriedenstellenden Definition zu entziehen, weist zugleich große Schwachstellen auf. Was ist demnach Populismus? Was kennzeichnet die populistische Rechte und vor allem, wie ist ihr zu begegnen?

Vortrag & Diskussion mit Julian Zöschg
Studium der Politikwissenschaft in Wien und Innsbruck

Mit W_Orten Sprache queeren – Ausstellung und Lesung im Rahmen der kritischen Universität Innsbruck

Mit W_Orten Sprache queeren
Judith Klemenc (Hg.)
Kritische Uni Innsbruck

Datum: Freitag, 22.01.2016
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Die Bäckerei (Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck)

W_Orte, was heißt das, was könnte dies heißen, was würde dies für uns, für eine_n selbst heißen? Ja, und vor allem, an wen würden sich W_Orte richten, wer wird da an_gesprochen, und vor allem, wer nicht? Wem werden W_Orte zu_ und ein_ gesprochen, gar ver_sprochen? Welches Ver_Sprechen lauert in der Sprache, durch die sich etwas und eben auch nicht aus_drückt?
Und was heißt queer_en? Was könnte es heißen, für uns, für eine_n selbst, die w_orten?

Diesen Fragen stellten sich im Rahmen der Lehrveranstaltung „mit W_Orten Sprache
queeren“ von Judith Klemenc Student_innen* der kritischen Universität Innsbruck, namentlich sei erwähnt Florian Naschberger, Stephanie Pörnbacher, Esther Spiegel und Hannes Wendler, um mittels Prosa, Lyrik, konkreter Poesie, Installation, Video … zu ver_antw_orten.

Bzgl. Infos zum Katalog könnt ihr euch an Judith Klemenc wenden. mail@judithklemenc.at
& bzgl. Manuskript zum Seminar an Hannes Wendler

LVs der Kritischen Uni im WiSe 2015/2016

Einführung in die Kritische Psychologie
Niemetz Tassilo, BSc MSc
Vogler Tanja, BSc MSc

Lernergebnis:
Die Teilnehmenden sollen sich einen Überblick über die Grundlagen (philosophische, wissenschaftstheoretische, gesellschaftstheoretische, methodologische) der Kritischen Psychologie, sowie der Ergebnisse der Kritisch psychologischen Kategorialanalyse erarbeiten. Es soll kritisches Denken auf Grundlage der Erkenntnisse der Kritischen Psychologie ermöglicht werden. Insgesamt sollen Einblicke in alternative Psychologie(n) gegenüber traditionellen Ansätzen erfolgen.

Inhalt:
Das Seminar soll eine Einführung in die Grundlagen der Kritischen Psychologie im Sinne Holzkamps darstellen. Kritische Psychologie ist ein, seit den 1970er Jahren erarbeitetes Paradigma der Psychologie, welches auf den historischen Materialismus aufbaut. Es existieren viele kritisch psychologische Ansätze, wie beispielsweise die Psychoanalyse, kulturhistorische Ansätze, feministische Psychologien und poststrukturalistische Richtungen. Gemeinsam ist ihnen zum einen ihre Kritik und Abgrenzung vom experimentell orientierten Mainstream der Psychologie und andererseits die „Auseinandersetzung mit irgendeinem Aspekt des gesellschaftlichen Status quo“ (Markard, 2009). Der Kritischen Psychologie kommt in dieser Vielfalt aufgrund ihres paradigmatischen Charakters eine Sonderrolle zu. Im Rahmen dieses Seminars sollen sich die Teilnehmenden aktiv mit der Kritischen Psychologie Holzkamps auseinandersetzen, welche über reine Kritik hinaus einen alternativen wissenschaftstheoretischen und methodologischen Ansatz bietet.

Kritik am Mainstream, Psychophylogense, historisch-funktionale Rekonstruktion des Psychischen, Kritisch-Psychologische Kategorialanalyse, Kategorien des Psychischen: Handlungsfähigkeit – Denken – Emotionalität – Motivation, Handlungsfähigkeit im Kapitalismus.

Arbeit – Müßiggang – Zeitwahrnehmung
Prof. Keller Friedrich, PhD

Lernergebnis:
Überprüfung der 1883 von Paul Lafargue im Pamphlet „Das Recht auf Faulheit – Widerlegung des Rechts auf Arbeit “ formulierten These:
Eine seltsame Sucht beherrscht die Arbeiterklasse aller Länder, in denen die kapitalistische Zivilisation herrscht. Diese Sucht, die Einzel- und Massenelend zur Folge hat, quält die traurige Menschheit seit zwei Jahrhunderten. Diese Sucht ist die Liebe zur Arbeit, die rasende, bis zur Erschöpfung der Individuen und ihrer Nachkommenschaft gehenden Arbeitssucht.

Inhalt:
Exemplarische Aufarbeitung folgender Themenkreise:

Zwangsarbeit als Basis von Kultur/ Zivilisation (Sklaven, Leibeigene, Arbeitshäuser – Gefängnisse)
Veränderung der gesellschaftlichen Wert-/ Gering-Schätzung von Arbeit in der Antike, im Feudalismus und im Kapitalismus
Zeitmessung als Instrument ökonomischer Veränderungen
Industrielle Reservearmee als Instrument des Lohndumpings
Arbeitslosigkeit als Stigma
Arbeitszeitverkürzung als Mittel gesellschaftlicher Veränderung
(Post)-Fordismus

Weibliche- männliche Arbeit
Geschlechtsarbeiterinnen
Entfremdete – schöpferische Arbeit (Hobby)

Neustrukturierung von Arbeit in der globalisierten Gesellschaft

Einstellung von religiösen und politischen Gemeinschaften (Frühchristentum, Klöster/ Subotnik in der UdSSR, Arbeitsmythos in der Sozialdemokratie)
Wertschätzung der Arbeit/ des Müßigganges im Spiegel philosophischer/ literarischer Texte

Präsentation von Arbeit in Filmen:
Charly Chaplin: Modern Times (You-tube)
Glawogger Michael: Workingmans death (You tube)

Patriarchat und Kapitalismus. Die gesellschaftliche Basis intersektionaler Herrschaftsverhältnisse.
Mag. Mag. Dr. Flatschart Elmar

Lernergebnis:
Verständnis des Zusammenhangs patriarchaler und kapitalistischer Verhältnisse; Fundierung der Analyse intersektionialer Herrschaftsartikulationen.

Inhalt:
In rezenten kritischen Debatten wird ein besonderer Fokus auf das Problem intersektionaler Herrschaftsartikulationen gesetzt. Es geht dabei meist darum, den Zusammenhang von verschiedenen Macht- und Herrschaftsachsen in ihrer konkreten Aktualisierung zu bestimmen. Dabei werden etwa konkrete Akteur/innen analysiert und festgestellt, wie und ob sie von verschiedenen Unterdrückungsformen betroffen sind. Bisweilen werden auch Strukturen benannt, die für diese Unterdrückung verantwortlich sind. Weniger verbreitet ist allerdings Begründung und mechanismische Erklärung jener Strukturen selbst, mithin fehlt eine stratifiziertes Emergenzverständnis, dass jene Strukturen und aktuale/individuelle Unterdrückungserfahrungen miteinander kausal verknüpft.

Diese Verknüpfung kann nur dann erfolgen, wenn die kontingenten Erscheinung bzw. die unverbunden bleibenden Strukturen im Kontext einer gesellschaftstheoretischen Rahmung erklärt werden und auf diese Weise in ihrer bestimmten Relation erörtert werden. Diese gesellschaftstheoretische Rahmung fehlt in neueren Analysen oftmals. Sie muss allerdings nicht gänzlich neu erfunden werden, in vieler Hinsicht kann an bestehende ältere Theorievorschläge angesetzt werden, die sich v.a. mit dem Verhältnis von Patriarchat und Kapitalismus als gesamtgesellschaftliche Mechanismen beschäftigt haben. Auch wenn damit auf den ersten Blick nicht alle aktualen Unterdrückungserfahrungen abgedeckt sind, kann eine derartige Rahmung über verschiedene Vermittlungsebenen doch dazu beitragen, auch solche Artikulationen zu fundieren, die nicht in den klassischen Subjektentitäten „Geschlecht“ und „Klasse“ aufgehen. In der Tat kann nachgewiesen werden, wie derartige und andere Subjektivitäten der Ausdruck einer spezifischen Herrschaftsformation sind, die zwischen subjektloser und partikularisierender Herrschaft oszilliert.

Im Seminar wird es darum gehen, diesen theoretischen Zusammenhangnachzuvollziehen. Dabei wird ein dreigliedriger Aufbau zugrunde gelegt. In einemersten Block werden kapitalismuskritische Überlegungen besprochen undhinsichtlich ihrer (fehlenden) Offenheit für eine gesellschaftstheoretischePatriarchatsanalyse befragt. In einem zweiten Block werden jene vornehmlichfeministisch orientierten Ansätze besprochen, die – von derkapitalismustheoretischen Beschäftigung herkommend – diegesellschaftstheoretische Patriarchatsanalyse kategorial weiterentwickelten.Schließlich werden in einem dritten Block die Anknüpfungspunkte für eineintersektionale Analyse thematisiert, wobei v.a. Texte privilegiert werden, die sichmit der Kompatibilität von subjekttheoretischen bzw. intermediären und abstraktgesellschaftlichenTopoi beschäftigen.

Mit W_Orte Sprache queer_en
Mag. Dr. Klemenc Judith

Lernergebnis:
Texte, deren W_Orte eine Sprache queeren und in einer Publikation heraus_ge_geben werden. Prä_sentation und Lesung am 22. 1. 2016 um 19.00 in der Bäckerei, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck.

Inhalt:
W_Orte, was heißt das, was könnte dies heißen, was würde dies für uns, für eine_n Selbst heißen? Ja, und vor allem, an wen würden sich W_Orte richten, wer wird da an_gesprochen und vor allem wer nicht? Wem werden W_Orte zu_ und ein_ gesprochen, gar ver_sprochen? Welches Ver_Sprechen lauert in der Sprache, durch die sich etwas und eben auch nicht aus_drückt?

Und was heißt queer_en? Was könnte es heißen, für uns, für eine_n Selbst, die w_orten?

Diesen Fragen soll in einem ersten Seminarblock nach_gegangen werden. Und dies im w_örtlichen Sinne. Ein Nach_Denken im Gehen, ein dialogisches Sprechen als eine Form inter_aktiven Arbeitens an und mit Frage_Stellung_en, die W_Orte und Queer_en thematisieren.

In einem zweiten Seminarblock sollen W_Orte ver_ und ge_sucht werden, durch das etwas zum Sprechen kommt, das eine Sprache queer_t. Sich queer durch Texte aus_drückt, sei es mittels Prosa, Lyrik, Drama, Auf_Sätze …

Im dritten Seminarblock werden jene W_Orte, jene Texte ver_antworten. Auf Hörer_innen, Leser_innen, Schreiber_innen, auf Sprecher_innen … sie werden eine Sprache ver_antworten, durch die sich etwas und eben auch nicht aus_drückt. Dieses Etwas wird es sein, das sich queer legt, darüber, darin und daraus.

In einer Publikation, die am 22. 1. 2016 um 19.00 in der Bäckerei prä_sentiert wird.

Hannes Wendler hat das Manuskript „Alterität – ψεῦδος – … Mit W_orten Sprache queeren“ verfasst, welches du hier als PDF herunterladen kannst. LINK

Stefan Gandler – Ansätze einer Kritischen Theorie in Lateinamerika

Vortrag: „Ansätze einer Kritischen Theorie in Lateinamerika“
Stefan Gandler
Universidad Autónoma de Querétaro/Universidad Nacional Autónoma de México

Ausgehend von der Einsicht, dass die Kritische Theorie der Gesellschaft (Horkheimer, Marcuse, Benjamin, Neumann, Kirchheimer, Adorno) im allgemeinen den Teil der Welt vor Augen hatte, der heute ideologisch „erste Welt“ genannt wird, und in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Teil der Welt nur den geringsten Anteil der Weltbevölkerung ausmacht, ist es darum zu tun, eine kritische Theorie für die „Restwelt“ zu entwickeln. Ansätze dazu sind z.b. im Werk des ecuadorianisch-mexikanischen Sozialphilosophen Bolívar Echeverría zu finden.
Um die tiefsten Fundamente der kulturellen Mestizaje und zugleich ihre Auswirkungen in Abgrenzung zu den Gesellschaften, wo sie nicht existiert, zu untersuchen, entwickelt Echeverría den Begriff des historischen Ethos. Dieser von Bolívar Echeverría eingeführte Begriff geht in seiner inhaltlichen Bestimmung von realen Subsumtion der Gebrauchswertproduktion unter die Wertproduktion aus. In letzter Instanz tendiert die kapitalistische Produktionsweise dazu, alle Gebrauchswerte zu zerstören, ihrer destruktiven Logik zu opfern, d.h. die kapitalistische Form der gesellschaftlichen Reproduktion macht das Leben der Menschen in ihr tendenziell unlebbar.
Bolívar Echeverría unterscheidet in der Gegenwart vier grundlegenden Formen „das Unlebbare“ zu leben: das realistische Ethos, das romantische Ethos, das klassische Ethos und das barocke Ethos. „Im Prinzip gibt es also vier verschiedene Möglichkeiten, die sich anbieten, die Welt innerhalb des Kapitalismus zu leben. Jede von ihnen impliziert eine besondere Haltung gegenüber der die kapitalistische Realität darstellenden widersprüchlichen Tatsache – sei es eine anerkennende oder nicht-anerkennende, sei es eine distanzierte oder teilhabende.“ Echeverría geht davon aus, dass heute das realistische Ethos das weltweit vorherrschende ist. Allerdings gibt es, aufgrund unterschiedlicher historischen Voraussetzungen in verschiedenen Gegenden der Erde jeweils eigene Formen der Koexistenz bestimmter anderer historischer Ethen mit dem realistischen. Während das realistische Ethos in den Ländern Mittel- und Nordeuropas und den USA relativ unbestritten vorherrscht, besteht nach Echeverría in Lateinamerika, insbesondere Mexiko eine unübersehbare Koexistenz des barocken mit dem realistischen Ethos. Dieses barocke Ethos, das aus der Perspektive der Länder des realistischen Ethos, vormodern, überholt und nur ein Rest alter Gesellschaften ist, ist aus Echeverrías Perspektive eines unter den vier gegenwärtig bestehenden modernen Ethen. Von seinem Verständnis könnte die Möglichkeit ausgehen, Ansätze einer Kritischen Theorie in Lateinamerika zu entwickeln.

1: Bolívar Echeverría, “El Ethos Barroco”. In: B.E. (Hrsg.), Modernidad, mestizaje cultural y ethos barroco. México, UNAM/ El Equilibrista, S. 13-36, hier: S. 19.

LV der Kritischen Uni im SoSe 2015

(Zeiten und Orte im LV-Verzeichnis der Universität Innsbruck. Nicht-Studierende sind auch ohne vorige Anmeldung über LFU:online willkommen.)

Decolonizing Gender & Sexuality, Queering Race: Postkolonial-queere Perspektiven auf Verschränkungen von Sexualitäts-, Geschlechter- und Rassekonstruktionen

(Christine Klapeer)

Jede/r auf der Welt hat angeblich ein und nur ein Geschlecht, er/sie ist entweder ‚weiblich‘ oder ‚männlich‘. Geschlecht und Hetero/Sexualität erscheinen im Rahmen einer unhinterfragten ‚Alltagstheorie der Zweigeschlechtlichkeit‘ als statische, ’natürliche‘, kulturübergreifende und transhistorische Eigenschaften von Individuen. In der LV wollen wir diese ‚heteronormative Alltagstheorie der Zweigeschlechtlichkeit‘ auf Basis unterschiedlicher Zugänge kritisch in den Blick nehmen und im Rahmen einer transnationalen, rassismus- und eurozentrismuskritischen Perspektive nach Konstruktionsprozessen von Geschlecht und Hetero-/Sexualität fragen: Ist Geschlecht tatsächlich k/eine universale Kategorie, die global und historisch betrachtet, alle Gesellschaften in ähnlicher Weise strukturiert(e)? Welche theoretischen Ansätze und Befunde ermöglichen es, Geschlecht und Sexualität als hochkomplexe Phänomene zu begreifen, die durch kulturelle, soziale, ökonomische und politische (Herrschafts-)Prozesse – vor allem auch neo-/koloniale Praktiken und Diskurse – produziert und aufrechterhalten werden? Inwieweit waren historische Prozesse des (kolonialen) ‚othering‘ konstitutiv für moderne Vorstellungen ‚bürgerlich-weißer‘ Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen?Inwieweit gilt es daher Geschlechter und Sexualität immer als rassialisierte/rassifizierende Konzepte sowie umgekehrt Rassekonstruktionen als sexualisierte und vergeschlechtlichte Phänomene in den Blick zu nehmen? Auf der Basis von feministischen, queeren, post- und dekolonialen Ansätzen und Theorien werden in der Lehrveranstaltung Geschlecht, Sexualität und Geschlechterverhältnisse daher im Kontext ihrer rassifizierten und kolonialen Geschichte(n), Bedeutungen und Herrschaftszusammenhänge analysiert.

LVs der Kritischen Uni im WiSe 2014

(Zeiten und Orte im LV-Verzeichnis der Universität Innsbruck, werden teilweise noch aktualisiert. Nicht-Studierende sind auch ohne vorige Anmeldung über LFU:online willkommen.)

Aktuelle Probleme der Kritik der Politischen Ökonomie

(Elmar Flatschart)

Probleme aus dem Feld der Kritik der Politischen Ökonomie in Anschluss an Karl Marx‘ ökonomiekritisches Spätwerk haben in den letzten Jahren eine umfassende akademische und außerakademische theoretische Diskussion erfahren. Insbesondere angesichts rezenter krisenhafter Entwicklungen im kapitalistischen Weltsystem hat diese zuerst oftmals eher philologische und/oder relativ abstrakte Diskussion auch eine ‚praktische‘ Wende erfahren: immer mehr Wissenschafter_innen entdecken den Gebrauchswert Marxscher Analysen für die Erforschung gegenwärtiger Transformationen im Wechselspiel von Politik und Ökonomie. Tatsächlich scheint das Potential der Kritik der Politischen Ökonomie gerade in jenen ‚makrotheoretischen‘ Feldern, in denen neoklassische und keynesianische Ansätze vielfach versagt haben, groß zu sein, da sie es besser bewerkstelligt, eine interdisziplinäre und (selbst-)kritische Perspektive zu ermöglichen. Doch viele dieser Wiederentdeckungen Marxscher Fragmente bauen nicht auf einer fundierten Rezeption des theoretischen Korpus von Marx und der folgenden kritischen Marxinterpretation auf, was zu teils problematischen Verkürzungen und Fehldeutungen führt. Im Seminar sollen deshalb einige zentrale Themenfelder der Kritik der Politischen Ökonomie problemorientiert verhandelt werden. Das Niveau und die Themenauswahl der Auseinandersetzung wird teilweise in Rücksprache mit den Studierenden festgelegt werden.

Islamische Geschichte: Religiöse Spaltungen, Literatur, Sufismus und Fundamentalismus

(Mostafa Vaziri)

Ziel der Lehrveranstaltung ist, die historische Entwicklung dieser Strömungen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert im Nahen Osten und teilweise in Nordafrika darzulegen, zu analysieren und zu diskutieren.

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit dem Ursprung der islamischen Religion im siebenten Jahrhundert. Untersucht und diskutiert werden die Spaltungen im religiösen Bereich (Schiismus und Sunnismus) und das Entstehen verschiedener Kalifate und Dynastien  in islamischen Gesellschaften. Die Entwicklung von Literatur, Sufismus, Wissenschaft und Kultur weist philosophische, aber auch fundamentalistische Dimensionen auf. Diese Themen  werden ausführlich erörtert.
(Unterrichtssprache: Englisch und Deutsch.)

Subjekt – Körper – Kunst

(Judith Klemenc)

Das Seminar dient zum Erwerb von Schlüssel- und Kernkompetenzen, von Kunst aus die Interdependenz von Subjekt – Körper – Kunst zu erforschen,umvon diesem Hintergrund aus, das UnBestimmbare und Namenlose als konstitutiv für Welt- und Selbsttransformationen zu erachten.

Kunst hat mit dem Namenlosen und mit Körper zu tun, stellt normative Subjektkonstruktionen in Frage und in Hinsicht darauf aktivieren künstlerische Prozesse mögliche Subjektformationen, die tradierte Welt- und Selbstverhältnisse verunsichern. Wir werden diese Verunsicherung durch eine diversifizierte Versammlung künstlerischer Praktiken anregen, die der Vielfalt der Perspektiven – zwischen – Performance, Fotografie, Grafik, Literatur, sowie dem Gestalten von Ausstellungen – Rechnung tragend, der Interdependenz von Subjekt – Körper – Kunst zu erforschen.

Das Seminar ist in drei Blöcke gegliedert:

●     Theorie/Reflexion,

●     Kunst/Prozess und

●     Ausstellung/Dokumentation.

Die drei Blöcke greifen stark ineinander über und ermöglichen es, neue und andere Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses hervorzubringen, die mannigfaltige, einander ergänzende aber auch kontroverse und beunruhigende Deutungen eröffnen.

Gesellschaft – Bildung – Protest. 5 Jahre unibrennt – studentischer Protest in Zeiten der Instrumentalisierung von Bildung

(Martin Haselwanter)

Ziel der Lehrveranstaltung ist das Erlangen der Erkenntnis einer grundlegenden Verbindung von gesellschaftlichen Verhältnissen, Bildungsvorgängen und Protestbewegungen. Anhand der Betrachtung der sich im Herbst 2009 konstituierenden, studentischen unibrennt-Bewegung wird dabei verdeutlicht, wie sich dieses Wechselverhältnis in der Praxis zeigt. Konkret wird auf zentrale Elemente der unibrennt-Aktionen eingegangen sowie die Frage beantwortet, inwieweit auch gegenwärtig Gründe für Protest vorhanden sind.

Das Seminar ist in drei, dialektisch miteinander in Verbindung stehende Blöcken unterteilt. Im ersten wird anhand der gemeinsamen Lektüre klassischer Texte (Humboldt, Marx, Liebknecht etc.) die Verbindung von Gesellschaft, Bildung und Protest diskutiert. Anschließend wird im Rahmen des zweiten Teils auf Ursachen, Forderungen und zentrale Charakteristika der unibrennt-Bewegung eingegangen. Abschließend wird im dritten Abschnitt auf studentischen Aktionismus nach dem Ende der Bewegung sowie auf (potentiell) aktuelle Protestideen rekurriert.

LVs der Kritischen Uni im SoSe 2013

(Zeiten und Orte im LV-Verzeichnis der Universität Innsbruck. Nicht-Studierende sind auch ohne vorige Anmeldung über LFU:online willkommen.)

Intersektionalität in den kritischen Human-Animal Studies. Mensch-Tier-Verhältnisse im Kontext von zwischenmenschlichen Gesellschaftsverhältnissen

(Andre Gamerschlag, Hannover)

In diesem Seminar werden das Paradigma Intersektionalität und das Forschungsfeld Human‐
Animal Studies vorgestellt. Anschließend soll vermittelt werden, auf welche vielfältigen Weisen
Mensch‐Tier‐Verhältnisse mit Prinzipien wie Kapitalismus oder Phänomenen wie Rassismus und
Sexismus verbunden und daher auch für menschenbezogene Forschung relevant sind.

Der aus dem black feminism und den gender studies stammende Begriff „Intersektionalität“
wurde als Metapher für die Dreifachbenachteiligung schwarzer Frauen durch Rassismus, Sexismus
und Klassismus geschaffen, beschreibt inzwischen aber allgemein Forschungen, die mehrere Formen sozialer Ungleichheit und kultureller Differenz in Zusammenhang zueinander analysieren. Etwa die Frage, wie Rassismus und Sexismus sich gegenseitig begünstigen können und miteinander in Verbindung stehen. Die Human‐Animal Studies sind ein im deutschsprachigen Raum junges Forschungsfeld, welches sich überwiegend mit kulturellen und sozialen Aspekten von – eigentlich als biologisch angesehenen – Mensch‐Tier‐Verhältnissen befasst. Kritische HAS sehen Mensch‐Tier‐Verhältnisse als gesellschaftliche Gewalt‐ und Ausbeutungsverhältnisse an und wollen diese hin zur Gewaltfreiheit verändern.

Im Seminar soll eine intersektionelle Perspektive auf Mensch‐Tier‐Verhältnisse eingenommen werden, um Verbindungspunkte zu anderen Formen von Ungleichheit und Differenz auszuloten: Wie begünstigt Speziesismus (Artchauvinismus) auch Rassismus und Sexismus? Was hat intrahumane Gewalt mit Tierausbeutung zu tun? Was hat Fleischkonsum mit der Konstruktion von Männlichkeit zu tun? Wie ist Tierausbeutung im Kapitalismus eingebettet und warum wird sie deshalb zusätzlich verfestigt? Welche Mechanismen sind allen Formen der Benachteiligung und Diskriminierung gemeinsam – auch der gegenüber andere Arten? Wo überschneiden sich soziale Bewegungen in ihren Befreiungsbestrebungen?

Das Seminar ist in drei Teile gegliedert. Teil I bildet eine Einführung in HAS und Intersektionalität. Teil II ist eine Einführung in intersektionelle HAS. Teil III behandelt einzelne Beispiele für Intersektionen: Kapitalistische Mensch‐Tier‐Verhältnisse, Intersektionen durch sozialkonstruktivistische und dekonstruktivistische Perspektiven, Gender Studies und HAS, Rassismusforschung und HAS. Die Inhalte werden möglichst einfach vermittelt. Vorwissen ist zwar hilfreich, jedoch nicht notwendig. Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, aktive Teilnahme und Teilnahme an der Auftaktveranstaltung werden vorausgesetzt. Der Seminarreader wird über Olat zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.

Kapitalismuskritik im 21. Jahrhundert – Einführung in die Kritik der Politischen Ökonomie

(Elmar Flatschart, Wien)

Allgemein‐didaktisches Ziel der LV ist es, den Studierenden die Arbeit mit inhaltlich anspruchsvollen Texten näherzubringen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema verfolgt überdies das ideengeschichtliche Ziel einer rekonstruktiven Annäherung an den ursprünglichen Korpus der Kritik der Politischen Ökonomie. Dabei soll inhaltlich auch aktueller Theorie‐ und Analysearbeit in jenem Feld zugearbeitet werden. Methodisches Ziel ist es, die selbstständige Aufarbeitung komplexer theoretischer Materialien in Kleingruppen zu üben.

Spätestens seit der sogenannten „Finanzkrise“ ist es wieder en vogue, über„Kapitalismuskritik“ zu sprechen. Sowohl der Feuilleton-Teil jeder besseren bürgerlichen Zeitung, als auch ein inzwischen beträchtliches Sammelsurium mehr oder (meistens) weniger qualitätsvoller „Sachbücher“ beschäftigt sich mit einschlägigen Abhandlungen zum Kapitalismus auf eine meist bestenfalls populärwissenschaftliche Weise. Vergessen ist, dass das Wort „Kapitalismus“ ungefähr seit dem Zusammenbruch des Realsozialismus und mindestens bis hinein in die 2000er Jahre kaum in den Mund genommen werden durfte, wollte sich ein/e AutorIn nicht vollständig diskreditieren. Ebenso bleibt unklar, was unter „Kapitalismus“ eigentlich zu verstehen ist, was wohl das größte Manko der gegenwärtigen Debatte bis hinein in die „Linke“ ist. Diese letzte Frage möglichst gründlich – das heißt vor allem: theoretisch versiert – zu beantworten ist Ziel der Lehrveranstaltung.

Von der Kunst, ein Bild zu betrachten, oder: Wozu und zu welchem Ende studiert man ein Fach der Geisteswissenschaften?

(Maximiliane Buchner, Innsbruck)

Ausgehend von kunsthistorischen Inhalten und Arbeitstechniken sollen grundsätzliche Überlegungen zu Ziel und Zweck kultureller Errungenschaften und der Beschäftigung damit angestellt werden. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein interdisziplinär ausgerichtetes, geisteswissenschaftliches Selbstverständnis zu entwickeln. Der exponierten, performativen Sprache zur Überwindung der „Grenzen unserer Welt“ soll dabei besondere Aufmerksamkeit zukommen.

Das Fach Kunstgeschichte beobachtet, untersucht und hinterfragt die Entwicklung unserer westlichen Kultur und öffnet als Vehikel der Geisteswissenschaften den Blick in höhere Ebenen des Daseins, die den Alltag des Menschen sublimieren und ihn die Bedeutung der Dinge jenseits des unbedingt Notwendigen erahnen lassen. Über die Sprache lassen sich diese Inhalte transportieren und das Gebaute, Gemalte, Geformte begreifbar werden.
Ausgehend von diesen beiden Grundelementen des kulturellen Bewusstseins – der Kunst und der Sprache – soll eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Grundsätzen geisteswissenschaftlichen Denkens erfolgen. Dabei sollen Artefakte verschiedener Epochen im Kontext ihrer Entstehungszeit betrachtet und mithilfe des Transportmittels Sprache vermittelt werden.