„Menschliche Destruktivität“ – Filmreihe

Veranstaltungsreihe – Film mit Diskussion“ zum Thema „menschliche Destruktivität“ im Rahmen des Seminars „Sozio-Psychologie der menschlichen Destruktivität“ (Leitung Wolfgang G. Weber) in Kooperation mit dem Verein für Kritische Psychologie Innsbruck und der Kritischen Uni Innsbruck im Dezember 2017 und Januar 2018. Offen für alle Interessierten!

Offene Forschungswerkstatt am 2.12.

Samstag, 2. Dezember 2017, 15-18 Uhr

Uni Innsbruck, SR 50101 (Geiwi, 1. Stock)

Du hast ein Thema, an dem du arbeitest? Du suchst Inspiration für neue Aufgaben? Du willst eigene Erkenntnisse loswerden? Dann komm in die Forschungswerkstatt! Sie bietet Studierenden aller Fächer und Semester die Möglichkeit, sich in entspanntem Rahmen über die zu erstellenden Arbeiten (von Seminar- bis Master-Arbeit) auszutauschen. Sie steht auch Interessierten offen, die gerade nicht an einem Schreibprojekt arbeiten. Für Verpflegung ist gesorgt!

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verein für Kritische Psychologie Innsbruck (vkpi). Weitere Infos unter mail@vkpi.at.

Verlorene Klassen? | Vortrag mit Alexandra Weiss

Dienstag, 10. Oktober 2017, 19 Uhr

Uni Innsbruck, Josef-Möller-Haus, HS 1 (1. Stock) – Eingang Geiwi-Turm

Mit dem Ende des sozialstaatlich gezähmten Kapitalismus geht auch ein Aufstieg der Rechten in ganz Europa einher. Der damit verbundene Angriff auf demokratische Grundwerte wird oft den „Unterschichten“ angelastet.
Der Vortrag will Gründe für den Aufstieg der Rechten, das Versagen der parlamentarischen Linken aber auch Perspektiven einer Politisierung und Demokratisierung innerhalb und jenseits überkommener (partei-) politischer Strukturen diskutieren.

Vortrag und Diskussion mit Alexandra Weiss, Universitätslektorin und freie Wissenschaftlerin

Eine Veranstaltung der Kritischen Uni Innsbruck, des Renner-Instituts Tirol und der Grünen Bildungswerkstatt Tirol.

Der Zugang zum Hörsaal ist vom Eingang Geiwi-Turm ausgeschildert.

Kinobesuch „Der junge Karl Marx“

Gemeinsamer Besuch des Kinofilms „Der junge Karl Marx“ – ein biographischer Film über die jungen, wilden, revolutionären Jahre von Karl Marx

„Vor dem Kommunistischen Manifest kamen Sauftouren durch Paris“ (Süddeutsche Zeitung)

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=zc0OTOJC00A

1844. Der 26-jährige Karl Marx lebt notorisch verschuldet und von Existenzängsten geplagt mit seiner Frau Jenny im Pariser Exil. Als er den kaum jüngeren Friedrich Engels kennenlernt, verachtet er den Sohn eines Fabrikbesitzers zunächst als Dandy. Doch Engels hat gerade auf der Basis eigener Erlebnisse seine Studie über die Verelendung des englischen Proletariats publiziert und längst begonnen, sich von seiner Klasse zu entfernen. Sie werden Freunde, inspirieren sich als Gleich­gesinnte und verfassen Schriften, mit denen sie der unvermeidlich erscheinenden Revolution einen theoretischen Überbau geben wollen. Ihr Anspruch ist es, die Welt nicht mehr nur zu interpretieren, sondern sie grundlegend zu verändern. Der Widerstand konservativer Kräfte und die internen Machtkämpfe innerhalb der Linken spornen sie dabei nur an.

Eintrittspreis im Leo: 7-8 Euro
Treffpunkt: 19:30 Uhr Leokino

Infos: Facebook oder kritischeuni.innsbruck@gmail.com

Aktuelle Debatten der Kapitalismuskritik

Selbstverwaltetes Seminar
Dass sich das Ende der Welt einfacher vorzustellen ist als das Ende des Kapitalismus ist mittlerweile zum geflügelten Wort geworden. Doch gerade diese Phantasie brauchen Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen gleichermaßen, wenn es darum geht, das gegenwärtig herrschende Wirtschaftssystem einer grundlegenden Kritik zu unterziehen – zwecks besserem Verständnis, Meinungsbildung und der immer aktuellen Frage nach Alternativen. Im Seminar sollen deshalb folgende Themenkomplexe zur Debatte gestellt werden:

  • Was ist Kapitalismus, was seine Kritik?
  • Wie hat er sich historisch entwickelt?
  • Welche Auswirkungen hat er auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt?
  • Wie sehen die Alternativen aus?

Dieses Seminar wurde von Studierenden initiiert und wird von allen Teilnehmer_innen gemeinsam gestaltet. ECTS-Punkte gibt’s keine, dafür aber Selbstbestimmung und Raum für kritisches Denken in einer lockeren Atmosphäre. Das Seminar steht allen Interessierten offen. Eine Inskription ist nicht nötig.

Zeit: dienstags, 17-18:30 Uhr
Beginn: 14. März 2017
Ort: SR 40620, Geiwi 6. Stock

Universität Innsbruck – Mitbestimmung der Studierenden immer weiter eingeschränkt.

Die Mitbestimmung und Mitgestaltung der Studierenden an der Leopold Franzens Universität Innsbruck wird immer weiter eingeschränkt. So gibt es in der gegenwärtigen universitären Realität, die vom passiven Auswendiglernen und sturem ECTS-Punkte Sammeln bestimmt ist, kaum mehr Möglichkeiten für Student_innen, sich selbstständig, emanzipatorisch und kritisch mit Wissen innerhalb von Universität auseinanderzusetzen. Die ursprüngliche Aufgabe der Universität, kritische Wissenschaft zu betreiben und die bestehenden verfestigten Strukturen, Systeme und Hierarchien zu hinterfragen, sichtbar zu machen und neu zu gestalten, ist dadurch gefährdet. Mittlerweile sind alle Errungenschaften, der letzten Student_innenbewegung, wieder zunichte gemacht worden. Weiterlesen

Vortrag “Ökonomie der Verschuldung – Privatisierung und Universität”

Sehr geehrte, liebe Studierende,
wir würden Sie gerne zu einer besonderen Veranstaltung einladen, die im Rahmen unseres Euregio-Mobility-Projektes “The Debt Complex” und unserer gleichnamigen Ringvorlesung stattfinden wird.

Am Dienstag, 21. Juni 2016 wird Maurizio Lazzarato (Paris) einen Vortrag mit dem Titel “Ökonomie der Verschuldung – Privatisierung und Universität” halten. Beginn ist 18 Uhr c.t. in der Aula.

Maurizio Lazzarato ist Soziologe und Philosoph. Er lebt und arbeitet in Paris, wo er zu immaterieller Arbeit, neoliberaler Schuldenökonomie, kognitivem Kapitalismus und „postsozialistischen“ Bewegungen forscht. Zuletzt sind seine Essays La fabrique de l’homme endetté : Essai sur la condition néolibérale (2011; dt. Die Fabrik des verschuldeten Menschen: Ein Essay über das neoliberale Leben) und Gouverner par la dette (2014; engl. Governing by Debt) erschienen. Gemeinsam mit der Gruppe Knobotic Research entwickelte er für die Biennale in Venedig das Projekt „IO_dencies / Immaterielle Arbeit“, mit Angela Melitopoulos produziert er Videoinstallationen. Zuletzt beschäftigte sich Maurizio Lazzarato mit verschiedenen Ausformungen der prekären Arbeit.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

Vortrag & Diskussion: KRIEGSGEBIET – Unterdrückung und Revolution in Kurdistan

mit Gamze Eren vom Demokratischen Gesellschaftszentrum der Kurd_innen Innsbruck.

Am 16. März 2016 um 19:00 Uhr im HS3 GeiWi Innsbruck (Innrain 52)

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Die Kurd_innen drohen oft in ihrer Geschichte in Vergessenheit zu geraten – sobald sie ins Rampenlicht treten, liegt stets Unheil über den kurdischen Gebieten – so wie heute, könnte eins meinen.
Die Befreiung der umkämpften Stadt Kobanê an der türkisch-syrische Grenze begleitet die Entwicklung eines autonomen, basisdemokratischen, geschlechtergerechten und ökologischen Gesellschaftskonzepts in Teilen Kurdistans. Die kurdische Befreiungsbewegung bietet ein Modell jenseits von Islamismus, Terror und Staat – den demokratischen Konföderalismus.
Jegliche Forderungen nach mehr Selbstbestimmung werden jedoch im Keim erstickt, die Ausgangssperren in den kurdischen Städten der Türkei, die Belagerung mit etlichen Panzern sowie Soldat_innen und die brutale Vorgehensweise der türkischen Sicherheitskräfte forderten bis heute mindestens 224 Zivilist_innen das Leben, darunter auch Kleinkinder. Seit den Neuwahlen in der Türkei am 1. November 2015, die dem Machterhalt der AKP und Erdogan dienten, macht sich aufgrund der kriegerischen Politik eine Art Pogromstimmung unter der türkischen Mehrheitsbevölkerung breit und schürt nationalistische Reflexe. So spielt sich das Leben der Kurd_innen zwischen Unterdrückung und Revolution ab.

LVs der kritischen Uni im SoSe 2016

Gemeinschaft, Land(raub) und Widerstand gegen den Kapitalismus

Stefanie Knoll

Lernergebnis:
Ziel der Lehrveranstaltung ist die Diskussion der Frage wie sich Gemeinschaft im Rahmen der kapitalistischen Gesellschaft zeigt. Dabei wird konkretisiert, inwieweit der Kapitalismus erst durch die Zerstörung unterschiedlicher Gemeinschaftsformen sowie den Raub von Land entstehen konnte. In Wechselwirkung zu diesem kapitalistischen Voranschreiten werden verschiedene Formen des Widerstandes, die ihrerseits für die Beibehaltung gemeinschaftlicher Formen eintreten, vom Mittelalter bis heute betrachtet und in der Lehrveranstaltung mit Bezug zur Gegenwart und Tirol diskutiert.

Inhalt:
Das wöchentlich stattfindende Seminar wird sich zuerst theoretisch mit dem Begriff Gemeinschaft beschäftigen, wie sich dieser im Laufe des Kapitalismus verändert hat, und wird dann historisch verschiedene Gemeinschaften kennenlernen und diskutieren, die sich seit dem Aufkommen des Kapitalismus kritisch dagegen organisiert haben. Dabei werden in erster Linie progressive soziale Bewegungen betrachtet und deren Kämpfe um Land, wie etwa die Aufstände in England gegen den Verlust der Almende der Landbevölkerung, der Widerstand der Arbeiter_innen gegen die Machinisierung der Arbeit, die Pariser Kommune von 1871, die Spanische Revolution von 1936, die 68er Bewegungen, sowie die neue sozialen Bewegungen von den Zapatistas zur Antiglobalisierungsbewegung bis zu Occupy und aktuelle Gegenkulturen wie guerilla gardening.

Nach einer theoretischen Einführung in den ersten Lehrveranstaltungen, werden die darauffolgenden Themen von den Studierenden gewählt. Darüber kann in der ersten Einheit abgestimmt werden.

Emanzipationstheater

Theorin Julian Oess
Anisa Lucia Schlichtling

Lernergebnis:
Das Ziel der Lehrveranstaltung ist die Entwicklung und Umsetzung eines gesellschaftskritischen Theaterstücks.
Neben der Auseinandersetzung mit dramaturgischen Grundlagen sowie theoretischen Grundlagen der kritischen Theorie, sollen im Rahmen dieses Prozesses neue Perspektiven und Handlungsräume in Bezug auf ein gesellschaftspolitisches Thema ergründet und szenisch erprobt werden. Ziel ist es, Widersprüche innerhalb der Gesellschaft anhand eigener Erfahrungen, sowie der Lektüre ausgewählter Texte zu erforschen und in Szenen darzustellen. Durch die szenische Umsetzung wird ein Raum geschaffen, in dem sich die AkteurInnen auf küntlerisch-spielerische Weise auch mit ihrere eigenen Position kritisch auseinadersetzen können und so alternative Möglichkeiten des Spielens und Handelns erschließen können.

Inhalt:
In Anlehnung an Augusto Boals Theater der Unterdrückten nutzen wir das Theaterspiel als Mittel der Emanzipation und Befreiung. Auf Basis der theoretischen Auseinandersetzung mit kritischen Theorien zu Machtverhältnissen, Beschleunigung und Entfremdung, Sexualität, Spontanität, Flexibilität und Identität werden wir fiktive Rollen und Theaterszenen entwerfen. Im Laufe der Drehbuchentwicklung und Inszenierung wollen wir versuchen spielerisch neue Handlungsräume zu ergründen, welche die konflikthaften Wirkungsdynamiken durchbrechen. Im Rahmen dieses angeleiteten Prozesses werden SeminarteilnehmerInnen sich sowohl mit kritischen Texten beschäftigen, als auch ein eigenes Drehbuch schreiben sowie eigene Rollen inszenieren und spielen, so dass am Ende ein kurzes Theaterstück oder eine kritische Performance entsteht. Es werden keine Kenntnisse vorausgesetzt, lediglich die Bereitschaft sich auf den kreativen Prozess einzulassen.

Vortrag: POPULISMUS?

Zur Kritik eines Begriffs – und was trotzdem zu tun ist

Freitag, 29. Jänner 2016
20 Uhr
HS 2 GeiWi Innrain 52 6020 Innsbruck

Strache und Le Pen, aber auch Chavéz und Lafontaine – der Begriff des Populismus muss herhalten, um die unterschiedlichsten Phänomene zu fassen. Auch die Populismusforschung stellt verschiedenste sachliche, geographische und historische Bezüge her. Gleichzeitig berühren die diversen „Theorien des Populismus“ zentrale Fragen von Politik, Demokratie und Macht.

Der Terminus scheint sich einer zufriedenstellenden Definition zu entziehen, weist zugleich große Schwachstellen auf. Was ist demnach Populismus? Was kennzeichnet die populistische Rechte und vor allem, wie ist ihr zu begegnen?

Vortrag & Diskussion mit Julian Zöschg
Studium der Politikwissenschaft in Wien und Innsbruck