Kritik und Universität?
Die Teilnehmer_innen erhalten einen interdisziplinären Einblick in die Bedeutungen und Aufgaben des Kritik-Begriffs innerhalb der Wissenschaften und deren kritische Verarbeitung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Ziel ist es den Studierenden zu ermöglichen, sich ein zunehmend ausdifferenziertes Begriffsverständnis zu erarbeiten und dies kritisch-reflexiv an das eigene Studienumfeld, die verschiedenen Fachdisziplinen sowie die Universität anzulegen. Dabei wird die gesamtgesellschaftliche Rolle der Institution Universität als ‘kritische Instanz’ zur Diskussion gestellt.
U.a. ausgehend von der (Fehl-?)Annahme, die Lehre an der Universität sei ohnehin weitestgehend ‚kritisch‘, werden im ersten Schritt analytische Vorträge der Frage nachgehen, in welchen Logiken und mit welchen Auffassungen von Wissenschaft Verständnisse von ‚Kritik‘ als universitärer Lehr- und Forschungsaufgabe erarbeitet und bereitgestellt wurden.
In der jeweils anschließenden, halbstündigen Diskussion wollen wir als Organisator_innen und Publikum eine ‚kritische Position‘ einnehmen und die Vorträge in einen weiteren Kontext einbetten. Wir wollen gemeinsam ergründen, inwieweit disziplinimmanente Kritik und der Blick auf gesamtgesellschaftliche Problemlagen miteinander verknüpft sind und inwiefern Entwicklungen der von der Universität wahrgenommenen Kritikfunktion mit den aktuellen studentischen Protesten zusammenhängen.
Organisiert durch die AGru, unterstützt von: Kornelia Hauser, Roland Psenner, Wolfgang Weber
